Mit einer Verzögerungsstrategie haben die Verteidiger von fünf jungen Männern aus dem AfD-Umfeld einen Prozess unter anderem wegen Volksverhetzung am Amtsgericht Schwabach zunächst zum Abbruch gebracht. Die auf zwei Tage angesetzte Hauptverhandlung war bereits am ersten Tag wiederholt ins Stocken geraten, weil die Anwälte einen Antrag nach dem anderen stellten und es immer wieder zu Prozesspausen kam.
Am zweiten Tag zögerte sich die Vernehmung von Zeugen ebenfalls so lange hin, dass Richter Dirk Kubina keine andere Möglichkeit sah, als weitere Verhandlungstage auszusetzen. Da sich die Verteidiger nicht auf einen gemeinsamen Termin binnen 21 Tagen einigen konnten, muss die gesamte Hauptverhandlung nun - mit ausreichend zeitlichem Vorlauf - neu aufgerollt werden.