Die Versklavung und die Vergewaltigung zweier jesidischer Mädchen wird ab dem 19. Mai in einem Prozess vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München verhandelt. Angeklagt ist ein irakisches Ehepaar. Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen sowie die Mitgliedschaft in der Terrormiliz «Islamischer Staat» vor. Der 8. Strafsenat habe diese Anklage unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte das Gericht mit.
44 Verhandlungstage in München
Das Paar wurde am 9. April 2024 in Bayern festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Das Gericht hat für die Verhandlung insgesamt 44 Termine angesetzt. Der Anklagebehörde zufolge galt die Frau zur Tatzeit teilweise noch als Heranwachsende.
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