Das Verfahren gegen den früheren Bürgermeister von Wülfershausen wegen Wahlfälschung findet am 3. November statt. Das teilte das Amtsgericht Bad Neustadt/Saale mit. Im Fall einer Verurteilung könnte der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Der Angeklagte möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für den 69-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.
Der frühere Erste Bürgermeister von Wülfershausen an der Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld) hatte kurz nach der Kommunalwahl am 8. März und den Stichwahlen zwei Wochen später eingeräumt, Stimmzettel manipuliert zu haben. «Der Angeschuldigte hat die ihm vorgeworfenen Taten von Anfang an vollumfänglich eingeräumt», teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt zur Anklageerhebung mit. «Er gab an, die Taten alleine, ohne Beteiligung oder Wissen einer anderen Person begangen zu haben.»