Im Skandal um mutmaßlichen Missbrauch in SOS-Kinderdörfern in Österreich ist ein ehemaliger Mitarbeiter der Hilfsorganisation angeklagt worden. Dem heute 57-Jährigen werden unter anderem schwerer sexueller Missbrauch und Nötigung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Salzburg mitteilte.
Der ehemalige Betreuer steht demnach unter Verdacht, Übergriffe gegen zwei Mädchen verübt zu haben, die im SOS-Kinderdorf Seekirchen am Wallersee nahe der Grenze zu Bayern untergebracht waren. Sie waren weniger als 14 Jahre alt. Eines der Kinder habe er mutmaßlich mit Gewalt und Drohungen eingeschüchtert, damit es niemandem davon erzähle, hieß es. Die Vorfälle sollen zwischen 2017 und 2020 stattgefunden haben.