Etwa 50 Jahre nach dem Mord an der zwölfjährigen Marion Baier in Mittelfranken geht die Polizei einer neuen Spur nach. Demnach gibt es einen möglichen Zusammenhang mit dem Mord an einer 13-Jährigen in Schwaben ein paar Jahre später. In der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… ungelöst» am 21. Januar (20.15 Uhr) bitten Ermittler die Bevölkerung aus dem Raum Kempten und in der Region rund um Zirndorf und Oberasbach nun um Hinweise zu den beiden Mordfällen.
Marion Baier wurde den Ermittlungen zufolge in der Nacht zum 2. Juli 1973 in Oberasbach (Landkreis Fürth) ermordet. Am Abend zuvor hatte sie das Fischerfest im benachbarten Zirndorf besucht. Ein Arbeiter fand das tote Mädchen am nächsten Morgen auf der Baustelle eines Neubaugebiets. Da die Leiche teilweise entkleidet war, gehen die Ermittler von einem Sexualmord aus.
Den Täter konnten diese damals nicht ermitteln, obwohl sie am Tatort diverse Beweismittel fanden: mehrere Schuhabdrücke mit dem Sohlenprofil einer bekannten Turnschuhmarke sowie ein Silbermedaillon mit dem Heiligen Christophorus, das vermutlich dem Täter gehörte. Auch ein Beitrag in «Aktenzeichen XY…» im Jahr 1974 brachte nicht den erhofften Durchbruch.