Nach die Sprengung einer Kugelbombe zum Jahreswechsel vor zwei Jahren in Würzburg ist ein junger Mann zu Schadenswiedergutmachung verurteilt worden. Die Druckwelle war damals so immens, dass 55 Fensterscheiben umliegender Häuser in der Innenstadt und einer Kirche barsten. Zudem wurde eine Haustür beschädigt. Insgesamt seien Reparaturen für mindestens 11.233 Euro nötig gewesen.
Das Amtsgericht Gemünden am Main verurteilte den bereits länger erkrankten 21-Jährigen zu monatlichen Zahlungen von 250 Euro, um den Schaden wiedergutzumachen. Zudem sollte der Angeklagte eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit anstreben, so das Jugendschöffengericht.
Experten des Landeskriminalamtes hatten ermittelt, dass damals eine Kugelbombe gezündet worden war, die eine deutliche höhere Sprengkraft aufweist als handelsübliche Silvesterböller.