Nach der Einigung auf eine Entschädigung von 1,31 Millionen Euro kann das bayerische Justizopfer Manfred Genditzki in die Zukunft blicken. «Herr Genditzki ist erleichtert darüber, dass die jahrelangen Verfahren nun ein Ende gefunden haben» teilte seine Anwältin Regina Rick auf Anfrage mit. «Die dreizehneinhalb Jahre, die er zu Unrecht in Haft verbracht hat, gibt ihm niemand mehr zurück, aber er freut sich jetzt auf eine unbeschwerte Zeit mit seiner Familie.»
Genditzki hat als vermeintlicher Mörder einen großen Teil seines Lebens unschuldig im Gefängnis verbracht: Das Landgericht München II hatte ihn 2010 für schuldig befunden, eine Seniorin aus Rottach-Egern in ihrer Badewanne ertränkt zu haben. Nach einem Zug durch die Instanzen wurde er letztlich 2023 nach einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.