Zahlreiche illegale Müllexporte ins Ausland beschäftigen in den kommenden Monaten das Landgericht Weiden in der Oberpfalz. Am Donnerstag (11. Juni) beginnt ein Strafprozess gegen den Chef einer Entsorgungsfirma sowie einen tschechischen Mitarbeiter. Der Anklage zufolge sollen über das Unternehmen seit 2024 immer wieder Abfälle über die deutschen Grenzen nach Tschechien und Polen verbracht worden sein, die teils auch als gefährlich eingestuft wurden.
Handeln aus Gewinnsucht
Der 43 Jahre alte Angeklagte war der Anklage zufolge Geschäftsführer der Oberpfälzer Firma mit Sitz in Weiden sowie einer Betriebsstätte im Landkreis Schwandorf. Der 57-Jährige soll der Staatsanwaltschaft zufolge für eine tschechische Niederlassung des Unternehmens gearbeitet und die Transporte organisiert haben. Beide hätten beharrlich und gewinnsüchtig gehandelt, so die Ermittler.
Insgesamt werden den Männern 41 Fälle gemeinschaftlicher Verbringung von Abfällen nach Tschechien vorgeworfen, zwei davon mit als gefährlich eingestuftem Müll.