In Frankreich gibt es eine Bezeichnung für das, was Gisèle Pelicot angetan wurde: «Soumission chimique» bedeutet so viel wie chemische Unterwerfung. Gemeint ist damit die Betäubung durch Medikamente - oft mit dem Ziel der Vergewaltigung.
Der Fall der Französin, die jahrelang von ihrem Ehemann betäubt und von ihm und weiteren Männern vergewaltigt wurde, machte weltweit Schlagzeilen. Und auch in Deutschland beschäftigen ähnliche Fälle die Justiz.
Justiz ermittelt gegen Netzwerk
Denn in mehreren Bundesländern wird gegen ein Netzwerk von überwiegend chinesischen Männern ermittelt, die mit Frauen ähnliches getan haben sollen, wie der Mann von Gisèle Pelicot mit ihr.
An diesem Dienstag (14. April) will das Landgericht München I sein Urteil sprechen im Prozess gegen einen 27 Jahre alten Studenten aus China. Er hat vor Gericht zugegeben, seine Freundin mit Narkosemitteln betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt zu haben.