Zwei mutmaßliche Gegner der staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen sollen einen ICE in Unterfranken zu einer gefährlichen Schnellbremsung veranlasst haben. Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht Würzburg bestritt der angeklagte Mann die Tat. «Ich wusste, das was geplant ist, ich wusste aber nicht, was», sagte der 39-Jährige am Mittwoch. Er sei damals am Tattag auf dem Kreuzberg in der Rhön gewesen und habe mit Farbe Sprüche gegen die Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen in den Schnee gesprüht und Banner aufgehängt.
Sein Auto, das an der Aktion an der Bahnstrecke Gemünden-Waigolshausen involviert gewesen sein soll, habe er damals nicht gefahren, sondern Gleichgesinnten überlassen. Er sei am Tattag, am 6. Januar 2021, mit der ebenfalls angeklagten 63-Jährigen zusammen zum Kreuzberg gefahren. Er habe mit den Vorgängen an der Bahnstrecke nichts zu tun, sagte der vierfache Vater. Wer sein Auto genutzt habe, wisse er nicht mehr.
Die angeklagte Frau, eine vierfache Mutter, äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen, deutete aber an, bei der Aktion am Kreuzberg dabei gewesen sein.