Bis zum Sommer soll mutmaßlich illegal in Tschechien entsorgter Müll aus Bayern in den Freistaat zurückgeholt werden. Wie das bayerische Umweltministerium berichtete, hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) seinem tschechischen Amtskollegen Petr Hladík zugesichert, dass die Weichen für die Rückholung gestellt seien. «Die Angelegenheit sollte damit in den kommenden acht bis rund zehn Wochen erledigt werden», sagte ein Sprecher des Ministeriums in München.
Bereits seit einiger Zeit läuft wegen des Mülls ein Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft in Weiden in der Oberpfalz. Wie die Behörde nun berichtete, sei Anfang April eine gemeinsame Ermittlungsgruppe mit deutschen und tschechischen Beamten gegründet worden.
«Auf diese Weise können grenzüberschreitende Ermittlungshandlungen noch effektiver und schneller durchgeführt werden als dies ohnehin bereits in der Vergangenheit der Fall war», sagte Matthias Bauer von der Weidener Staatsanwaltschaft. In Tschechien ist die Kreisstaatsanwaltschaft in Bruntál im Osten des EU-Staats zuständig.