Er hat einen Angestellten eines Elektrofachmarktes in Ulm mit einem Küchenmesser schwer verletzt. Doch warum? Vor dem Landgericht Ulm wird heute ein Urteil erwartet. Der mutmaßliche Täter, ein 30 Jahre alter Mann aus Eritrea, hatte den Angriff auf den Angestellten, der in der Abteilung für Mobiltelefone arbeitete, gestanden. Er habe aus «Frust, Wut und Verzweiflung gehandelt», ließ er über seinen Verteidiger wissen.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord und schwere Körperverletzung vor. Er soll Mitte Januar den Angestellten mit 15 Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben. Auch zwei Kollegen des Mannes wurden verletzt. Der 30-Jährige und sein Opfer kannten sich nicht.
Der 30-Jährige war nach der Tat aus dem Geschäft geflüchtet, dann aber von der Polizei gestellt worden. Als er laut Polizei das Messer nicht niederlegen wollte und stattdessen auf die Beamten losging, wurde er niedergeschossen und schwer verletzt. Er sitzt seit Januar in Untersuchungshaft.