Im Prozess um den Verkauf gefälschter Abnehmspritzen in Österreich haben sich die beiden Angeklagten nicht schuldig bekannt. Das sagte eine Sprecherin des Landgerichts Steyr bei Linz der Deutschen Presse-Agentur. Ein Urteil ist entgegen dem ursprünglichen Zeitplan noch nicht gefällt. Am 16. Dezember soll ein weiterer Verhandlungstermin stattfinden.
Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Geschäftsleuten vor, 225 Pens zur Injektion an einen Schönheitschirurgen in Salzburg verkauft zu haben. Der Mediziner soll im Dezember als Zeuge aussagen. Eine Anklage gegen den Arzt werde derzeit noch vorbereitet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft der dpa.
Die 46 und 57 Jahre alten Männer, die vor Gericht stehen, haben aus Sicht der Staatsanwaltschaft gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen. Es wird ihnen auch grob fahrlässige Körperverletzung in drei Fällen vorgeworfen. Die Spritzen zur Selbstinjektion enthielten Insulin statt des Original-Wirkstoffs Semaglutid. Unter anderem musste eine Frau aus Salzburg mit schweren Nebenwirkungen in einem Krankenhaus behandelt werden, nachdem sie eine mutmaßliche Fälschung des Produktes Ozempic verwendet hatte.