Angesichts der Zunahme von Demenzerkrankungen sieht Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) noch einigen Nachholbedarf bei der rechtlichen Vorsorge. Das Bewusstsein wachse zwar, trotzdem gebe es immer noch Millionen Menschen, die nicht ausreichend vorgesorgt hätten, sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur in München. Prognosen zufolge werde sich die Zahl von derzeit 270.000 Demenzkranken in den kommenden 15 Jahren auf bis zu 380.000 Betroffene erhöhen.
Eine Entwicklung, die die Notare zu spüren bekommen. «Immer häufiger haben wir mit Fällen zu tun, in denen Beteiligte nicht mehr für sich selbst handeln können und ein rechtlicher Betreuer für sie entscheiden muss», sagte der Präsident der bayerischen Landesnotarkammer, Jens Kirchner mit Blick auf den Tag des offenen Notariats in Bayern am Montag (29. September).