In Bayern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in diesem Jahr bereits 1168 Keuchhusten-Fälle registriert worden (Stand 21.05.2024). Das sind 791 mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) am Sonntag mitteilte. Sie warb gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) für einen Impfschutz vor dieser Krankheit.
«Keuchhusten ist sehr ansteckend. Während die Erkrankung bei Jugendlichen und Erwachsenen häufig als starker und langanhaltender Husten verläuft, können bei Säuglingen schwere Komplikationen auftreten», sagte Gerlach. Erwachsene seien eine häufige Ansteckungsquelle.
Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Christian Weidner, ergänzte: Bei Keuchhusten handele es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Tröpfchen übertragen werde. «Die mit der Krankheit einhergehenden quälenden Hustenattacken können mitunter bis zum Erbrechen führen und sogar Leisten- und Rippenbrüche verursachen.» Schwere Komplikationen wie Lungenentzündungen oder schlimmstenfalls Atemstillstand kämen vor allem im ersten Lebensjahr vor.