Bayern geht mit insgesamt sieben Mitarbeitern in das Verfahren zur Prüfung und Genehmigung von Cannabis-Anbauvereinigungen. Zum 1. Juli, wenn die Regelungen für die auch «Social-Clubs» genannten Vereinigungen in Kraft treten, sollen sie an den Standorten Oberschleißheim und Erlangen mit der Prüfung beginnen, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Bis der Anbau starten kann, dürfte es dann noch dauern.
Die Einheit werde die Anträge sehr genau prüfen, hieß es vom Ministerium. Dazu, wie lange die Bearbeitung der Anträge dauern werde, lasse sich keine pauschale Aussage treffen. Das hänge unter anderem von der Qualität der Anträge ab. Das Erlaubnisverfahren in Bayern sei «auf Prävention ausgerichtet», betonte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Zum Prozess gehörten dabei «auch Vor-Ort-Begehungen in Zusammenarbeit mit der Polizei und Anhörungen der betroffenen Kommunen». Zudem wird jede Anbauvereinigung laut Ministerium einmal pro Quartal vor Ort kontrolliert, bei Bedarf auch häufiger.