Anfang Mai 2025 schien der Ludwig-Erhard-Gipfel kurz vor seinem größten Erfolg: Nachdem der langjährige Gipfel-Teilnehmer Friedrich Merz zum neuen Kanzler gewählt worden war, wuchs die Hoffnung, dass mit dem CDU-Chef erstmals der deutsche Regierungschef unter den Gästen wäre. Doch die Hoffnung hielt nur kurz. Denn den Kanzler zog es nicht an den Tegernsee, pflichtgemäß besuchte er erst Paris, Warschau und Brüssel. Ende April 2026 ist ein Kanzlerbesuch kein Thema mehr. Vielmehr steht der Tegernsee-Summit nach unruhigen Monaten gefühlt vor einem Neustart.
Amthor, Laschet, Kramp-Karrenbauer, Aiwanger und Schüssel
Und so kommt es, dass in diesem Jahr ein CDU-Staatssekretär, genauer gesagt Philipp Amthor, der einzige aktive Vertreter der Bundesregierung am Tegernsee ist. Er spricht am ersten Gipfeltag (28. April) über die Modernisierungsagenda für Deutschland. Die Veranstaltung geht bis zum 30. April.
Ansonsten fallen im bis kurz vor Gipfelbeginn geheim gehaltenen Programm Politiker aus der zweiten Reihe auf: Ex-CDU-Chef Armin Laschet samt seiner Vorgängerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Er ist der einzig verbliebene Vertreter der bayerischen Staatsregierung. Zu erwähnen sind noch Österreichs Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel und die Staatsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf.
Für Goetz-Weimer hat der Gipfel nicht an Strahlkraft verloren: «Uns liegen über 130 Zusagen von Rednerinnen und Rednern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien vor – von der Unternehmerlegende bis zum Startup-Star, vom Sporthelden bis zur Politikergröße, vom Wissenschafts-Guru bis zum Chefredakteur», sagt sie der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei «stolz» auf alle Gäste und wolle einen Beitrag zum demokratischen Diskurs leisten.