Zum Auftakt des Ludwig-Erhard-Gipfels hat Gastgeberin und Verlegerin Christiane Goetz-Weimer eine politische Kampagne gegen ihren Verlag und die Großveranstaltung am Tegernsee beklagt. «Wir hatten durch die Berufung meines Mannes in die Bundesregierung eine Phase scharfer Kritik», sagte sie in ihrer Eröffnungsrede. Sie warf insbesondere der AfD und Wettbewerbern eine gezielte Diffamierung vor. «Das ist, politischer und wirtschaftlicher Wettbewerb hin oder her, gar nicht in Ordnung.»
2025 war der frühere Co-Verleger Wolfram Weimer (parteilos) als Kulturstaatsminister in die Bundesregierung eingetreten, in der Folge war der Gipfel unter Beschuss geraten. Ein Vorwurf lautete damals, dass auf dem Gipfel Unternehmen gegen Geld exklusiver Zugang zu Bundesministern angeboten wurde. Die Veranstaltung warb demnach explizit mit «Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger». Die Weimer Media Group hatte die Vorwürfe immer zurückgewiesen. Zwischenzeitlich beantragte die AfD im bayerischen Landtag auch die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.