Bayerns Universitäten und Hochschulen fürchten um die milliardenschweren Fördergelder der Staatsregierung zur Hightech-Agenda (HTA) von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). In einem dreiseitigen Brief warnen die Universitätskonferenz und die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HaW) das Wissenschaftsministerium vor einer massiven Gefährdung der Ziele der HTA. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur in München vor, zuerst hatte die «Süddeutsche Zeitung» über den Sachverhalt berichtet.
«Das übergeordnete Ziel der massiven Investitionen im Rahmen der HTA liegt darin, Zukunftstechnologien zu fördern, dafür die besten Köpfe für den Wissenschaftsstandort Bayern zu gewinnen und die Investitionen der HTA in Innovationen umzumünzen, sodass der Freistaat nicht nur bundesweit, sondern auch international eine Vorreiterrolle in der technologischen Entwicklung einnimmt», heißt es im Schreiben. Dieses Ziel sei angesichts des im Raum stehenden Einzugs von sogenannten Restmitteln aber «massiv gefährdet». Es bestehe die Gefahr eines Reputationsverlustes der Staatsregierung als verlässlicher Finanzierer von weltweit führender Wissenschaft in hoch kompetitiven Zukunftsfeldern.