Der Oberarm wiegt 100 Kilogramm, das Schulterblatt hat einen Durchmesser von fast einem Meter: Die Ur-Elefanten, die vor über zehn Millionen Jahren im Raum München lebten, waren riesig. Die ungewöhnlich gut erhaltenen Überreste von drei Tieren wurden im Landkreis Erding gefunden und sind Experten zufolge von der Menge der Knochen und deren Zustand her eine Sensation. Am Montag stellte Peter Kapustin, Leiter und Gründer des Urzeitmuseums in Taufkirchen an der Vils, den Fund vor.
Die Tiere, die bis zu 13 Tonnen schwer wurden und über vier Meter Schulterhöhe erreichten, gehörten der Gattung Deinotherium und der Art Deinotherium giganteum an. Charakteristisch für diese Gattung sind die nach unten gebogenen Stoßzähne des Unterkiefers. Die meisten anderen Gattungen von Ur-Elefanten hatten damals sogar vier Stoßzähne, ein Paar unten und ein Paar oben.
Kapustins neun und zehn Jahre alte Söhne hatten vor einem Jahr bei der Fossiliensuche mit dem Vater an einem Abhang an einem Fuchsbau den ersten Knochen entdeckt.