Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat zum 44. Jahrestag des rechtsextrem motivierten Oktoberfest-Attentats vor einem Rechtsruck in der Gesellschaft gewarnt. Es gehe darum, die Stadt und das Land «vor der größten Gefahr des kommenden Jahrzehnts zu bewahren», sagte Reiter am Haupteingang zum Oktoberfest.
Dort hatte am 26. September 1980 eine Bombe zwölf Wiesn-Besucher und den rechtsextremen Täter Gundolf Köhler in den Tod gerissen. Es gab mehr als 200 Verletzte, viele von ihnen leiden bis heute an den Folgen.
Ausdrücklich werden bei dem Gedenken die Namen der Getöteten genannt, sie sind an der Gedenkstele eingraviert: Gabriele Deutsch, Robert Gmeinwieser, Axel Hirsch, Markus Hölzl, Paul Lux, Ignaz Platzer, Ilona Platzer, Franz Schiele, Angela Schüttrigkeit, Errol Vere-Hodge, Ernst Vestner und Beate Werner. Es war der schwerste rechtsextreme Anschlag in der bundesdeutschen Geschichte.