Aufrüstung, vielleicht auch atomar - das ist derzeit wieder Thema. Im Zweiten Weltkrieg lieferten sich Amerikaner und Deutsche einen Wettlauf um den Bau der Atombombe - wie zuletzt auch im mit Oscars ausgezeichneten Film «Oppenheimer» dargestellt wurde.
Warum deutschen Wissenschaftlern, obwohl sie Entdecker der Kernspaltung waren, der Bau nicht gelang, wird seit Jahrzehnten diskutiert. Nun legt der US-Historiker Mark Walker, der sich seit 40 Jahren mit dem Thema befasst, in dem Buch «Hitlers Atombombe» eine akribische Analyse vor.
Anders als teils nach dem Krieg deutscherseits dargestellt kommt Walker nach Sichtung von über tausend historischen Dokumenten zu dem Schluss: Deutsche Forscher haben mit Hochdruck an dem Atomprogramm und damit auch an der Bombe gearbeitet - und nicht aus moralischen Gründen die Entwicklung verzögert.