Der berüchtigte «Kräutergarten» des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau soll Teil der KZ-Gedenkstätte und somit Besuchern zugänglich gemacht werden. Das hat das bayerische Kabinett beschlossen. Diese und weitere Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Kampf gegen Antisemitismus und jede Form von Extremismus zu stärken.
Unmenschliche Bedingungen
Auf dem verharmlosend «Kräutergarten» genannten Gelände betrieb die SS eine Versuchsgüteranstalt, in der KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen worden waren. Unter den Häftlingen war der Ort besonders gefürchtet und unter dem Namen «Plantage» bekannt. Die Umstände wurden unter anderem durch einen Dokumentarfilm bekannt, der sich mit dem Schicksal des KZ-Häftlings und Priesters Korbinian Aigner beschäftigt.