Der Appetit der Menschen auf Bio-Lebensmittel nimmt weiter zu, dennoch ist die Anbaufläche in Bayern gesunken. Wie kommt das? Die Hauptgründe seien die EU-Weidepflicht für Bio-Höfe und Betriebsaufgaben, weil keine Nachfolger gefunden würden, sagte Thomas Lang, Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ). Deshalb müsse die Politik Planungssicherheit für die Bio-Bauern schaffen, etwa bei der EU-Agrarförderung, beim Bürokratieabbau und der Düngemittelverordnung.
Die landwirtschaftliche Fläche der im LVÖ organisierten Höfe nahm nach Angaben von Lang 2025 um etwa 2 Prozent auf gut 346.000 Hektar ab. Die Zahl der Betriebe ging um rund 3 Prozent auf mehr als 7.300 zurück. Nach den Vorgaben der im LVÖ zusammengeschlossenen Verbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter wirtschaften demnach zwei Drittel der Bio-Höfe in Bayern. Die übrigen richten sich nach den EU-Vorgaben.
Aktuell werden laut LVÖ 13,5 Prozent der Anbaufläche in Bayern ökologisch bewirtschaftet. Damit sei das Ziel, den Öko-Landbau bis 2020 auf 30 Prozent auszuweiten, nicht zu schaffen, sagte Lang.