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Tempo 50 auf Mittlerem Ring in München noch diese Woche

Seit Juni 2024 galt auf einem Abschnitt des Mittleren Rings Tempo 30. (Archivbild) / Foto: Sven Hoppe/dpa
Seit Juni 2024 galt auf einem Abschnitt des Mittleren Rings Tempo 30. (Archivbild) / Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Stickstoffdioxid-Werte fallen, Tempo 50 kehrt zurück - und zwar schon zeitnah.

Das viel diskutierte Tempo 30 auf einem Abschnitt des Mittleren Rings in München ist ab Dienstag Geschichte. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) habe angeordnet, die zulässige Höchstgeschwindigkeit wieder auf 50 Stundenkilometer anzuheben, teilte die Stadt mit. Der Grund: verbesserte Werte bei der Luftreinheit. 

Seit Anfang Juni 2024 galt auf einem Abschnitt der vielbefahrenen Landshuter Allee Tempo 30. Das Geschwindigkeitslimit war nach einem zähen Ringen im Münchner Stadtrat zunächst vorübergehend eingeführt worden, um die Schadstoffbelastung zu senken. Die Stadt sah in der Maßnahme eine Möglichkeit, eine Ausweitung des Fahrverbots auf Autos mit der Abgasnorm 5 zu umgehen. Vor knapp einem Jahr beschloss der Stadtrat dann die dauerhafte Einführung von Tempo 30.

Gute Prognosen für die Luftreinhaltung

Um die Tempo-30-Zone war lange gestritten worden, auch vor Gericht. Dass die Autos auf der wichtigen Verkehrsroute rund um die Innenstadt nun wieder schneller fahren dürfen, hat mit der Entwicklung der Schadstoffbelastung zu tun. 

«Die Luft an der Landshuter Allee ist spürbar sauberer geworden», hatte Reiter erst vor wenigen Tagen mitgeteilt. Die Stickstoffdioxidwerte an der betreffenden Messstelle seien gesunken. Zudem beruft sich der Oberbürgermeister auf eine gutachterliche Prognose. Danach sollen die gesetzlichen Grenzwerte in diesem Jahr auch bei Tempo 50 unterschritten werden. Die Stadt hofft, dass der Verkehr dann wieder flüssiger fließt. 

Nach Reiters Willen soll sich nun der Stadtrat mit einer Fortschreibung des Luftreinhalteplans befassen. An der Landshuter Allee lag der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid im vergangenen Jahr mit 38 Mikrogramm pro Kubikmeter 2 Mikrogramm unter dem Grenzwert. Die Unterschreitung der Marke war 2024 erstmals nach 14 Jahren geglückt. 2026 rechnen Experten der Stadt zufolge mit einem Jahresdurchschnitt von 35 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter. 

Stickstoffdioxid entsteht in Großstädten vor allem durch die Dieselmotoren von Fahrzeugen. Der Schadstoff kann Atemwegsbeschwerden sowie eine Vielzahl von Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislaufsystems verursachen.

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