Vor nicht allzu langer Zeit stand Lilly Forgách noch mitten im Leben. Sie gehörte zum Ensemble des Münchner Metropoltheaters und war eine gefragte Film- und Fernsehschauspielerin, etwa in der vergnüglichen Serie «Himmel, Herrgott, Sakrament» des Bayerischen Rundfunks. Die Ausstrahlung ihres neuen Streifens «Sievers und das Geisterhaus» aus der ZDF-Krimireihe «Nord Nord Mord» am 23. Dezember kann die gebürtige Regensburgerin jedoch nicht mehr erleben. Lilly Forgách starb nach kurzer schwerer Krankheit am Sonntag in München. Sie sei morgens friedlich eingeschlafen, teilte ihre Familie auf Facebook mit.
Todesnachricht als Schock
Entsprechend geschockt reagieren die Menschen auf die Todesnachricht, darunter viele Filmschaffende. «So sehr habe ich gehofft, dass du wieder aufwachst und gesund wirst. Du wundervolle Lilly!», schreibt auf Facebook Schauspielkollegin Stefanie von Poser, die mit Forgách in der ARD-Krimiserie «Watzmann ermittelt» spielte. Und die Schriftstellerin Amelie Fried erinnert sich: «Sie war so eine sympathische Frau. Mein tief empfundenes Mitgefühl für euch, ihre Familie, und ihre Freunde.»
Gelernt hatte Forgách die Schauspielerei an einer Schule in München. Zu Beginn ihrer Karriere drehte sie mit Jan Josef Liefers und Marie Bäumer die Horror-Komödie «Sieben Monde». Auf der Bühne stand sie nach Angaben ihrer Agentur unter anderem im Residenztheater, im Prinzregententheater und im Volkstheater in München, aber auch an den Stadttheatern in Regensburg, Nürnberg oder im österreichischen Klagenfurt. 1999 kam sie ins Ensemble des Metropoltheaters. Zuletzt war sie dort unter anderem in der Literaturadaption «Das achte Leben» nach einem Roman von Nino Haratischwili zu sehen.