Die bisherige Schonzeit für Felchen im Großteil des Bodensee wirkt: Die Bestände des beliebten Speisefischs zeigen deutliche Anzeichen der Erholung. «Die Felchen-Schonung hat sehr erfolgreich funktioniert», sagte Alexander Brinker, Leiter der Fischereiforschungsstelle in Langenargen. Das sei nicht nur den Maßnahmen im Obersee zuzuschreiben – auch das Wetter und biologische Faktoren hätten geholfen.
Weil die Felchenbestände im Obersee (größerer Teil des Bodensees) immer weiter zurückgegangen sind, ist es aktuell bis Ende 2026 nicht erlaubt, dort den beliebten Speisefisch zu fischen. Die Gründe für den dramatischen Ertragsrückgang sind vielfältig. Die Felchen finden zum einen weniger Futter, weil der Bodensee wieder nährstoffarm geworden ist. Doch die aktuell größte Rolle spielte Fischexperten zufolge die Ausbreitung von Stichlingen in das Freiwasser.