Bayerischen Start-Ups soll das Überleben erleichtert werden: Die von der Staatsregierung unterstützte Förderagentur Baystartup arbeitet an einem neuen Finanzierungsmodell jenseits des üblichen Wegs über Wagniskapital. «Wir wollen in einem neuen Ansatz auch die Gründer fördern, die bei Risikokapitalgebern wenig Chancen haben und ihre Unternehmen langfristig aufbauen wollen», sagte Geschäftsführer Carsten Rudolph der Deutschen Presse-Agentur. «Das sind Menschen, die nicht nach ein paar Jahren verkaufen wollen, nur weil der Risikokapitalfonds das Ende seiner Laufzeit erreicht.»
Neues Modell ähnelt der traditionellen Mittelstandsfinanzierung
Baystartup will deswegen Gründer verstärkt mit Investoren zusammenbringen, die sich als Gesellschafter direkt an einem Unternehmen beteiligen. Damit sieht Rudolph auch bessere Chancen für etwas ältere Manager jenseits des Studentenalters. «Wir sehen mehr Potenzial bei den etwas reiferen Gründern im Alter von Ende 30, Anfang 40. Jemand, der zehn Jahre Industrieerfahrung hat, der schreibt in seinen Businessplan keine fantastischen Geschäftserwartungen.»
Großes Interesse
Die klassischen Wege der Mittelstandsfinanzierung seien in der Start-Up-Welt noch nicht angekommen, sagte Co-Geschäftsführerin Barbara Dombay. «Es wird oft geklagt, dass Start-Ups von den Banken keine Kredite bekommen. Wenn aber ein Investor als Gesellschafter einsteigt, hat das Unternehmen ein höheres Eigenkapital. Und damit können die Banken auch Kredite gewähren.»
Das Interesse sei sehr groß, sagt Co-Geschäftsführerin Barbara Dombay. «Mit dieser Förderung des zukünftigen Mittelstands haben wir erst mal ganz sanft begonnen, um zunächst das Potenzial auf Seiten von Start-ups und auch von Privatinvestoren zu erheben.»