Die Polizei wird die neuen Verbote für Ausweichverkehr bei Stau auf der Autobahn 8 im Landkreis Rosenheim nicht flächendeckend kontrollieren. «Sie dürfen sich das nicht so vorstellen, dass an jeder Ausfahrt Polizei steht und wartet, ob da ein Stau entsteht - und wenn, dann jeden Autofahrer zurückweist, der die Autobahn verlassen will», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Stattdessen setze man darauf, dass die Verkehrsteilnehmer die Verbotsschilder beachteten, und werde erst im Falle von Zuwiderhandlungen aktiv.
«Wir wissen nicht: Wann wird ein Stau kommen, und wo wird ein Stau kommen», schilderte der Sprecher die Problematik mit Blick auf den langen Streckenabschnitt und die gleichbleibenden Personalressourcen. Ab heute dürfen Reisende von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen an acht Abfahrten der A8 München–Salzburg und zwei Abfahrten der Inntalautobahn A93 nicht mehr abfahren, um einem Stau zu entkommen. Teils chaotische Verhältnisse in den angrenzenden Dörfern sollen somit der Vergangenheit angehören. Es sind die ersten derartigen Durchfahrtsverbote in Deutschland.