Nach dem Verlust eines Großkunden geht es für den Handynetz-Betreiber O2 Telefónica bergab. Wie das Unternehmen in München mitteilte, sank der Umsatz in Deutschland im dritten Quartal um 6,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro und das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) um 9,5 Prozent auf 628 Millionen Euro. Damit hat sich der bereits in den beiden Vorquartalen eingesetzte Rückgang verstärkt.
Grund hierfür ist, dass der Wettbewerber 1&1 seine Zusammenarbeit mit O2 beendet hat und O2 weniger Nutzungsentgelte bekommt - die 12 Millionen 1&1-Mobilfunkkunden hatten noch im vergangenen Jahr das O2-Netz genutzt, seit vergangenem Herbst werden sie schrittweise auf das Vodafone-Netz umgebucht. Diese Migration, wie die Umbuchung genannt wird, soll zum Jahreswechsel abgeschlossen sein.
Ein O2-Sprecher sagte, dass man im Kerngeschäft - also ohne den 1&1-Effekt - sowohl im Umsatz als auch im Betriebsergebnis gewachsen sei. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden sei im dritten Quartal um 157.000 auf 17,8 Millionen gestiegen. O2 verkauft auch Festnetz-Internetverträge, hierbei zog das Geschäft leicht an - allerdings spielt dieses Geschäft eher eine Nebenrolle in dem Unternehmen, dessen Kerngeschäft das Handynetz ist.