Schwarz gekleidete Männer schleichen sich im Schutz der Dunkelheit an, hochkonzentriert, stets bereit, zuzuschlagen - und immer auf der Hut vor dem Feind. Was klingt wie eine paramilitärische Aktion, ist im Grunde auch eine, nur das Ziel ist vergleichsweise friedlich: Man will doch nur den Maibaum der Nachbargemeinde.
Im April hat der Maibaum-Klau - oder der entsprechende Versuch - in Bayern wieder Hochkonjunktur. Überall sprießen «Maibaumstüberl» aus dem Boden, in denen die Dorfgemeinschaft den zum Schatz stilisierten Stamm bewacht, angeführt meist von den für den Baum zuständigen «Burschenvereinen».