Das deutsche Handwerk beklagt einen Mangel an Nachfolgern für Betriebe. Viele eigentlich solvente Unternehmen würden deswegen geschlossen, sagt der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke. Viele Meister hätten inzwischen kein Interesse mehr, sich selbstständig zu machen, auch weil sie die damit verbundene Bürokratie vermeiden wollten.
«Es ist für uns ein dramatisches Signal, wenn wir keinen Unternehmernachwuchs bekommen», betont Schwannecke. «Sie sagen "wir haben Angst vor Formularen"», weil sie sich den inzwischen existierenden Dokumentationspflichten nicht gewachsen fühlten.
Daneben belasteten steigende Kosten das Handwerk. Dabei steht das Handwerk durchaus vor einem Umbruch. Etwa 125.000 Betriebe bräuchten in den kommenden fünf Jahren einen Nachfolger an der Spitze, heißt es vom ZDH.