Annähernd 35.000 Menschen fordern per Unterschrift von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) einen Stopp der umstrittenen Gasbohrungen in Bayern. Die Umweltschutzorganisationen Bund Naturschutz in Bayern (BN), Greenpeace Bayern und Fridays for Future hatten vor drei Monaten zu der landesweiten Unterschriftensammlung aufgerufen.
Gasbohrprojekte in Reichling und Holzkirchen
In der Gemeinde Reichling unweit des Ammersees soll voraussichtlich bis März bei einer Probebohrung geprüft werden, ob eine Gasförderung möglich ist. Die Firma Genexco vermutet hier eine Gasmenge von 400 bis 500 Millionen Kubikmetern. Damit könne über eine Förderzeit von rund 15 Jahren der Gasbedarf von 10.000 bis 15.000 Haushalten gedeckt werden. In der Gemeinde gibt es seit Bekanntwerden der Pläne Proteste von Bürgern und der Lokalpolitik.
Auch in der Gemeinde Holzkirchen könnte es bald eine Gasbohrung geben. Das Unternehmen Terrain Energy hatte bereits im vergangenen Juni die bergrechtliche Erlaubnis erhalten, in dem fast 47 Quadratkilometer großen Feld «Mühlleite» nach Gas zu suchen. Bisher sind hier aber weder der konkrete Bohrplatz noch weitere Details zum Zeitplan an die Öffentlichkeit getreten.