Drei sogenannte Forschungshubs sollen Deutschland dem Ziel des weltweit ersten kommerziellen Kernfusionskraftwerks näherbringen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gab in Berlin den Startschuss für das ambitionierte Vorhaben. Die Hauptstandorte sind demnach Karlsruhe, das südhessische Biblis sowie Garching bei München, wo bereits der erste Forschungsreaktor zur Kernfusion gebaut wird. Auch Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg sind an den «Hubs» beteiligt.
«Fusion kann unsere Energieprobleme der Zukunft lösen», erläuterte Bär. Deshalb sei es wichtig, «dass wir am Steuer sitzen und nicht nur Beifahrer sind». Fusionsenergie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen werden. Theoretisch lassen sich damit klimaneutral große Energiemengen erzeugen. Weltweit wird daran geforscht, ob und wie das in einem Kraftwerk umgesetzt werden kann.