Die etwa 3.400 Winzer in Franken stehen nach Angaben ihres Branchenverbandes vor wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Der Preiskampf gerade mit ausländischen Produzenten sei enorm, die Verbraucher schauten sehr aufs Geld und sparten auch beim Wein, teilte der Fränkische Weinbauverband mit.
Es werde nicht weniger Alkohol getrunken, sondern nur weniger einheimischer. Bundesweit betrachtet kämen sechs von zehn Flaschen konsumierten Weins aus dem Ausland, sagte Matthias Mend von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim bei Würzburg.
«Es sind sicher keine einfachen Zeiten derzeit», sagte Verbandspräsident Artur Steinmann. «Wir wollen, dass regionaler Patriotismus entsteht.» Dazu seien eine andere Kommunikationsstrategie und Geld nötig, denn die Werbebudgets ausländischer Hersteller seien um ein Vielfaches höher als die inländischer.
Über dieses Thema wolle er mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) sprechen. «Wir wollen nicht, dass mehr getrunken wird», stellte Steinmann klar. Wenn aber Wein getrunken werde, dann möglichst deutscher.