Felchen sind das kulinarische Aushängeschild des Bodensees. Doch seit Jahren ist der Traditionsfisch auf vielen Speisekarten zur Seltenheit geworden. Im Großteil des Binnengewässers darf er seit 2024 nicht mehr gefischt werden, damit sich sein Bestand erholen kann. Im kommenden Jahr läuft die Schonung aber aus. Über die Zukunft des beliebten Bodensee-Fisches entscheiden ab heute Fachleute aus vier Nationen.
Bei der Jahrestagung der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) in Wasserburg beraten Vertreter aus Bayern, Baden-Württemberg, Österreich und Liechtenstein, wie es mit den Felchen weitergehen soll.
Zumindest der Südwesten will den Fang wieder erlauben. «Es sollte den Fischern am Bodensee wieder ermöglicht werden, in gewissem Umfang Felchen zu fischen», hatte das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium mitgeteilt. Voraussetzung sei, dass die Erholung der Bestände nicht gefährdet werde.