Im Münchner Rathaus sollen kommende Woche Mindestpreise für Fahrdienstplattformen wie Uber, Bolt & Co. auf den Weg gebracht werden. Die Anbieter machen dem Taxigewerbe seit geraumer Zeit Konkurrenz, dessen Möglichkeiten zur Preisgestaltung angepasst werden sollen, um die Nachfrage anzukurbeln. Geplant ist, dass zunächst am Dienstag der Kreisverwaltungsausschuss über entsprechende Vorschläge entscheidet, bevor sich am Mittwoch die Vollversammlung des Stadtrates mit der Thematik befasst.
Schon seit längerem schwelt in der Landeshauptstadt der Streit über die Geschäftspraktiken der Fahrdienste, deren Fahrerinnen und Fahrer die Passagiere oft deutlich günstiger von A nach B bringen als herkömmliche Taxen. Allerdings verstoßen sie nach Erkenntnissen des Hauptzollamtes München «fast flächendeckend gegen arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften». Auch das Mindestlohngesetz werde regelmäßig missachtet.
Versuche, die Betreiber dazu zu bewegen, einen Mindest- und Maximalpreis für das Münchner Stadtgebiet und den Flughafen festzulegen, der sich an den gültigen Taxitarifen orientiert, waren nach Angaben der Stadt bislang gescheitert. Das gleich gilt für die Einführung von Mindesthonoraren.