Energiegenossenschaften zum Bau und Betrieb neuer Windräder und Solaranlagen haben in Bayern trotz niedriger Börsenpreise und widrigen Wetters Zulauf. Ende vergangenen Jahres gab es bereits 346 Energiegenossenschaften im Freistaat, 17 mehr als ein Jahr zuvor, wie der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) mitteilte. Prozentual entspricht das einem kräftigen Plus von fünf Prozent. Dabei waren 2024 weder das Wetter noch die Rahmenbedingungen besonders günstig: Die Umsätze der Energiegenossenschaften gingen um 30 Millionen Euro auf 431 Millionen Euro zurück. Das lag laut GVB sowohl an günstigeren Strompreisen als auch an weniger Sonnenstunden.
Gutes Jahr für die Milchgenossenschaften
Der GVB ist Dachverband nicht nur der Energiegenossenschaften, sondern auch anderer Unternehmen im Waren- und Dienstleistungssektor, insgesamt 1.044 Genossenschaften. Da die Genossenschaftsbewegung ihre Ursprünge in den landwirtschaftlichen Selbsthilfevereinen des 19. Jahrhunderts hat, sind auch heute noch der Landwirtschaft verbundene Unternehmen stark vertreten. Dazu gehören unter anderem Agrarhandelsgenossenschaften und Milchgenossenschaften inklusive Molkereien. Für die 98 Milchgenossenschaften war das vergangene Jahr wegen der hohen Milch- und Butterpreise erfreulich: Die Umsätze legten um 2,6 Prozent auf rund 4 Milliarden Euro zu. Insgesamt stiegen die Umsätze der bayerischen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften um knapp 3,2 Prozent auf gut 17 Milliarden Euro.
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