Neun bayerische Verbände und Gewerkschaften fordern dringend deutlich mehr Geld für eine «Sozialverträgliche Mobilitätswende». Unter dem Motto: «Klimaschutz unbedingt - aber nicht ohne soziale Gerechtigkeit» verlangten sie am Donnerstag in München für jeden Menschen barrierefreien Zugang zu klimafreundlicher Mobilität, «unabhängig von Wohnort, finanziellem oder gesellschaftlichem Hintergrund, Mobilitätseinschränkungen oder Alter».
Unter anderem der DGB, die IG Metall, Verdi, AWO und VdK forderten, der Freistaat müsse den öffentlichen Nahverkehr sowie die Fuß- und Radwege ausbauen. Die ADFC-Landesvorsitzende Bernadette Felsch forderte, in Fußgängerbereichen und bei der Radmitnahme in Bahnen und Bussen Rollstuhlräder, Liegeräder, Rikschas, umgebaute Lastenräder, Dreiräder, Handbikes und andere Spezialräder künftig zu berücksichtigen und entsprechend zu gestalten.
Die bayerische AWO-Chefin Nicole Schley sagte, bei der Mobilitätswende müssten alle mitmachen können. «Dafür muss der ÖPNV überall häufig genug fahren, außerdem brauchen wir ein Sozialticket auch in Bayern sowie ausreichend sichere Geh- und Radwege in Stadt und Land.»