Der Mischkonzern Baywa reduziert seine Milliardenschulden mit dem Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra. Diese kehrt mit dem Verkauf an die Firmengruppe First Dutch nun wieder in niederländische Hände zurück. Baywa und der First-Dutch-Eigentümer Peter Goedvolk haben sich auf den Verkauf geeinigt, wie der Münchner Agrar-, Bau- und Energiekonzern mitteilte. Die Kreditlast der Baywa soll damit um 650 Millionen Euro sinken. Der Verkauf soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.
Sanierung bis Ende 2028
Die Sanierung soll Jahre dauern und Ende 2028 abgeschlossen sein. Wesentlicher Bestandteil des Plans ist der Verkauf ausländischer Töchter und Beteiligungen. Bereits beschlossen ist der Verkauf des Baywa-Anteils an ihrem österreichischen Pendant RWA. Beide Verkäufe zusammen reduzieren die Schuldenlast laut Baywa um 1,1 Milliarden Euro.
Die Baywa hatte die Cefetra 2012 übernommen, der damalige Kaufpreis war ebenfalls 125 Millionen Euro. Der frühere Konzernchef Klaus Josef Lutz wollte die Baywa damit in einen globalen Akteur im Agrarhandel verwandeln. Geht die Sanierung bis 2028 planmäßig über die Bühne, wird die Baywa wieder - wie in Jahren vor Lutz' Internationalisierungsstrategie - ein weitgehend auf Deutschland beschränktes Unternehmen sein.
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