In Bayerns ÖPNV soll ab dem kommenden Jahr schrittweise das sogenannte In-/Out-Ticketsystem eingeführt werden. «Dabei soll sich der Kunde vor Fahrtbeginn einchecken, erhält eine Fahrtberechtigung und checkt sich am Zielort wieder aus. Der Kunde benötigt dafür keine Tarifkenntnisse, der Fahrpreis wird im Nachgang abgerechnet», heißt es in einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag.
Hinter dem In-/Out-System verbirgt sich eine technische Lösung, bei der die Fahrgäste über ihr Smartphone angeben, wann sie in Bus oder Bahn einsteigen und wann die Fahrt beendet ist. In der Folge errechnet das System den Preis für die Fahrt. Nach Angaben des Ministeriums sollen damit künftig bayernweite Fahrten auch über Verbundgrenzen hinweg möglich werden. In einigen Verkehrsverbünden - etwa in München - gibt es das System bereits. Es wird Swiping genannt, was auf Deutsch «Wischen» bedeutet, da man bei Fahrtantritt beziehungsweise Ende kurz über das Display wischt.