Nach zweijähriger Flaute fassen manche Baufirmen in Bayern zaghaft Mut. Eine echte Verbesserung der Lage im darniederliegenden Wohnungsbau ist nach Angaben der bayerischen Bauinnungen aber bisher nicht eingetreten. Das berichtet Georg Gerhäuser, der Präsident des Landesverbands bayerischer Bauinnungen. Die aktuelle Lage ist demnach weiter schlecht, die Umsätze etlicher Baubetriebe sind in den vergangenen zwei Jahren um fast die Hälfte geschrumpft. «Die Basis ist so extrem niedrig wie selten zuvor», sagt der Verbandschef. «Weniger geht fast nicht mehr.» Dennoch setze sich in den meisten Bausparten vorsichtiger Optimismus durch.
Ohne staatliche Zuschüsse kein Ende des Wohnungsmangels
Ohne dauerhafte finanzielle Förderung ist nach Einschätzung der Bauinnungen auch kein echter Aufschwung im Wohnungsbau zu erwarten. Um kostendeckend bauen zu können, müssten Bauherren nach Worten von Hauptgeschäftsführer Andreas Demharter Quadratmetermieten «weit jenseits der 20 Euro, eher jenseits der 24 Euro» verlangen. «Dann weiß ich, das kann ich am Markt nicht platzieren.»
In den ersten neun Monaten dieses Jahres hatten die bayerischen Kommunen zwar wieder mehr Wohnungsbaugenehmigungen erteilt. Doch dieses Plus beschränkte sich nach Zahlen des Statistischen Landesamts weitgehend auf geplante neue Ein- und Zweifamilienhäuser auf dem Land.
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten