Der kriselnde Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat im ersten Halbjahr erneut rote Zahlen geschrieben. Der Konzernverlust betrug 195 Millionen Euro, wie ZF-Finanzchef Michael Frick mitteilte. Da die Märkte sehr instabil seien, gehe er davon aus, dass man auch im Gesamtjahr einen Verlust realisieren werde. Wie hoch dieser ausfalle, sei unklar. Dann würde das Stiftungsunternehmen im zweiten Jahr in Folge ins Minus rutschen.
In den ersten sechs Monaten schlugen den Angaben nach unter anderem die Kosten für die Restrukturierung und die Zinszahlungen für die hohen Schulden des Konzerns zu Buche. Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich Ende Juni auf rund 10,5 Milliarden Euro. Frick sagte, es sei auch denkbar, dass in diesem Jahr die Verschuldung leicht ansteigen werde.
Das Stiftungsunternehmen teilte bereits am Morgen mit, dass das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern im ersten Halbjahr von 780 auf 874 Millionen Euro gestiegen ist. Der Umsatz sank um 10,3 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro. Der Rückgang geht auf einen Einmaleffekt zurück. Damals war der Bereich Achsmontage, der inzwischen in das Gemeinschaftsunternehmen ZF Foxconn ausgegliedert wurde, noch Teil von ZF.