Abschreibungen auf Beteiligungen, hohe Zinslasten und schwächelnde Geschäfte haben der Baywa im ersten Halbjahr einen massiven Verlust beschert. Unter dem Strich steht ein Minus von rund 290 Millionen Euro nach Steuern, wie der Konzern am späten Freitagabend mitteilte. Früher am Tag hatte die Baywa bereits mitgeteilt, dass sie den Wert von Beteiligungen um 222 Millionen Euro nach unten korrigieren muss. Dies trug zum deutlichen Minus bei.
Die Abschreibungen waren laut Baywa das Ergebnis von Wertüberprüfungen des Anlagevermögens. Der größte Teil dieses sogenannten Impairment-Tests entfiel mit 171,5 Millionen Euro auf die 51-prozentige Beteiligung an der Baywa r.e., in der das Geschäft mit erneuerbaren Energien zusammengefasst ist. Vor allem bei den eigenen Wind- und Solaranlagen habe es Wertminderungsbedarf gegeben, erklärte die Baywa. Auslöser dafür seien unter anderem gesunkene Strompreiskurven, veränderte Annahmen zur Netzeinspeisung, steigende Kapitalkosten, vereinzelt veränderte Laufzeiten von Leasingverträgen sowie erhöhte Finanzierungskosten.