Nur etwa 104 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in drei Monaten - das Frühjahr in Bayern war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Schnitt so trocken wie kein anderes seit Aufzeichnungsbeginn vor mehr als 140 Jahren. Deutlich mehr Sonnenstunden als üblich bescherten vielen Ausflüglern und Urlaubern vor allem Ende Mai bestes Badewetter. Doch viele Menschen im Freistaat sehnen mehr Regen herbei - aus unterschiedlichsten Gründen.
«Extremjahr» - Bauern bangen um Ernten
Schon Anfang Mai hatten Bayerns Landwirte und Gemüseanbauer Regen herbeigesehnt - inzwischen hat sich die Lage noch verschärft. «Das Jahr 2026 entwickelt sich erneut zu einem Extremjahr für die bayerischen Ackerbauern», sagte eine Sprecherin des Bauernverbandes. «Viele Landwirte mussten ihre Ernteerwartungen bereits deutlich nach unten korrigieren.» Für im Frühjahr gesäte Pflanzen wie Mais, Zuckerrüben und Braugerste sei die Lage besonders schwierig. Ihre Wurzelsysteme seien «noch nicht ausreichend entwickelt».
Auch die fränkischen Winzer sehnen inzwischen mehr Regen herbei: Denn am größten ist der Wasserbedarf bei ihnen rund um die Rebblüte, die inzwischen begonnen hat.