Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Weil Phasen mit sehr hohen Temperaturen auch in Bayern zunehmen, mahnen Gesundheits- und Umweltverbände zu deutlich mehr Schutzmaßnahmen für Bevölkerung und Städte. Anlass ist der bundesweite Hitzeaktionstag am 11. Juni. Experten erwarten wegen steigender Temperaturen nicht zuletzt weitere Belastungen für das Gesundheitssystem.
Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mangelt es In bayerischen Städten erheblich an Schutzmaßnahmen gegen sommerliche Hitze. Beim «Hitze-Check 2026» erreichte keine der 17 untersuchten bayerischen Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern eine positive «grüne» Gesamtbewertung. Stattdessen dominieren gelbe und rote Einstufungen das Bild im Süden, wie die Daten der Organisation zeigen. Gleichzeitig findet sich aber auch keine bayerische Stadt unter den bundesweiten Schlusslichtern.
Patrick Friedl von den Landtags-Grünen mahnte, Bayern müsse dringend mehr für die Anpassung an zunehmende Hitzeperioden tun. Er warf der Staatsregierung vor, die tatsächliche Belastung in Städten und Gemeinden systematisch zu unterschätzen, da Messwerte aus den Innenstädten nicht ausreichend berücksichtigt würden.