Die Grünen haben der Staatsregierung bei der Anpassung an die Hitze Untätigkeit vorgeworfen und einen eigenen Hitzeschutzplan vorgelegt. «Keine Krisentreffen, kein entschlossenes Nachsteuern - obwohl nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts allein in diesem Jahr bereits rund 1.440 Menschen in Bayern an den Folgen von Hitze gestorben sind, vor allem Ältere», kritisierte die Fraktionschefin der Grünen im Landtag, Katharina Schulze. «Das können wir nicht hinnehmen.»
Viel mehr PV auf staatlichen Dächern
Konkret legte Schulze ein Sechs-Punkte-Programm vor, in dem sie unter anderem deutlich mehr Photovoltaik auf staatlichen Dächern fordert. Mit dem gewonnenen Solarstrom könnten völlig klimaneutral Klimaanlagen betrieben werden. Zudem müssten nach dem Verursacherprinzip die Kosten für den Umbau denjenigen auferlegt werden, die fossile Energieträger verbrennen und damit zu der Problematik beitragen. «Öl und Gas sind teuer, unsicher und machen uns abhängig. Wer das nicht versteht und damit uns allen schadet, muss dafür blechen.» Verbraucher hätten die Nase voll von Konzernen, die sich ohne Rücksicht auf die Gemeinschaft die Taschen füllten.
Mehr Grün kühlt Städte
Ferner forderte Schulze, ein Katastrophenschutzszenario für den Kampf gegen Waldbrände und einen Notfallplan Wasser aufzulegen sowie Städte und Dörfer herunterzukühlen - durch weniger versiegelte Flächen und mehr Bepflanzungskonzepte. «Niemand sollte einer Hitzewelle schutzlos ausgeliefert sein. Hitzeschutz ist Bevölkerungsschutz - und dafür ist die Staatsregierung verantwortlich.»
Vor den Grünen hatte bereits die SPD Vorschläge für mehr Hitzeschutz in Bayern unterbreitet. Die Sozialdemokraten hatten unter anderem vorgeschlagen, eine Milliarde Euro aus Bundesgeldern herzunehmen, um Einrichtungen wie Krankenhäuser in Bayern gegen die Hitze zu wappnen.
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