Bayerns Staatsregierung hat mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Beschluss zum Bau von sieben großen Flutpoldern zum Schutz vor extremen Hochwassern erst zwei dieser Projekte verwirklicht. Doch nun will Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) Tempo machen. Glaubers Parteichef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger indes betonte, dass Polder an der Donau in der aktuellen Hochwasserkrise nicht geholfen hätten.
Zum aktuellen Stand des Polderprogramms heißt es aus dem Umweltministerium: «Der Polder Weidachwiesen ist in Betrieb und wurde auch aktuell genutzt. Der Polder Riedensheim ist einsatzbereit.»
Glauber: «Flutpolderprogramm wird umgesetzt»
Das 2021 auf den Weg gebrachte Programm für neun gesteuerte Flutpolder entlang der Donau werde realisiert, teilte Glauber am Mittwoch in München mit. «Für Extremhochwasser setzt Bayern auf eine Flutpolderkette entlang der Donau. Seit meinem Amtsantritt 2018 werbe ich für die geplante Flutpolderkette», sagte Glauber - und betonte: «Das Flutpolderprogramm wird umgesetzt.» Mit Flutpoldern könne bei einem Katastrophenhochwasser «gezielt die Notbremse gezogen werden».