Nach einem verheerenden Großbrand in einer Fabrik in Oberfranken will der Kabelhersteller Pfisterer seine Produktion dauerhaft nach Tschechien verlagern. Betroffen seien etwa 90 Beschäftigte aus Produktion und produktionsnahen Bereichen, teilte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Nachdem die Produktionshalle in Wunsiedel im September aus unklaren Gründen abgebrannt war, hatte Pfisterer eine Notproduktion am tschechischen Unternehmensstandort Kadaň eingerichtet.
Kadaň im Nordwesten Tschechiens ist etwa 120 Kilometer von Wunsiedel entfernt. Nun bleibt die bisher in der oberfränkischen Kreisstadt ansässige Produktion von Silikon-Isolatoren im östlichen Nachbarland. Das Werk in Kadaň verfüge «über die notwendigen infrastrukturellen Kapazitäten sowie qualifizierte Fachkräfte, um die Produktion dauerhaft und effizient fortzuführen», heißt es in einer Mitteilung von Pfisterer, das seinen Hauptsitz in Winterbach bei Stuttgart hat. Der Aufbau weiterer Stellen in Kadaň sei geplant, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die «Frankenpost» berichtet.