Er beschäftigt seit Jahren die Politik: Dem als Fischräuber gefürchtete Kormoran könnte am Bodensee bald Einhalt geboten werden. Ein Zeitplan für den Einstieg in ein mögliches länderübergreifendes und koordiniertes Vorgehen gegen das Tier steht, wie das Umweltministerium in Stuttgart auf Anfrage mitteilte. Seit diesem Jahr hat Baden-Württemberg den Vorsitz der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK).
Das Projekt «Fischartenschutz und Kormoran-Management am Bodensee», dass den Jagdvogel stoppen soll, werde aktuell bei den zuständigen Stellen bearbeitet, so eine Ministeriumssprecherin. Der Zeitplan sieht so aus: Bis zu diesem Sommer könnte über das Projekt entschieden werden. Mit einem Start ist dann laut Ministerium in den letzten drei Monaten des Jahres zu rechnen.
Das sogenannte Kormoran-Management solle aus unterschiedlichen Bausteinen bestehen, Abschüsse gehören auch dazu. Diese fordert die FDP/DVP-Fraktion im Landtag auch in Schutzgebieten. «Wir werden genau prüfen, ob der Zeitplan der Landesregierung zu einer wirksamen Bestandsregulierung des Kormorans führt und einen Ausgleich zwischen Vogel- und Fischartenschutz sowie den Interessen der Berufs- und Angelfischerei gewährleistet», so der naturschutzpolitische Sprecher der Fraktion, Klaus Hoher.